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Papa und ich

Mein Papa und ich. Das ist etwas das distanziert ist und doch so innig verbunden.
Mein Papa und ich sind eine Geschichte zwischen Gefühlen von Wut, Verzweiflung, und doch so voller Liebe.
Mein Papa und ich sind etwas Besonderes, vor allem weil wir uns in vielem doch ähnlich sind und ich bin sehr dankbar ihn ausgewählt zu haben, denn durch ihn bin ich gewachsen, durch ihn hat mein Weg seine Richtung genommen.


Mein Papa ist für mich der größte Beweis, dass es mehr gibt und dass jeder immer die Möglichkeit hat sich zu verändern. Wenn mein Papa nicht mit meiner Mama zusammen wäre, wäre diese Veränderung vielleicht nicht möglich gewesen. Denn weil meine Mama sich die Themen nach und nach angeschaut hat, hat sie ihn mitgenommen. Er bleibt dann zwar immer wieder stehen, aber irgendwann schafft er es dann wieder ihr nachzugehen. Er hat sich auch große Lebensthemen ausgesucht und auch wenn er immer noch in so manchen alten Mustern drinnen hängt, bin ich sehr dankbar für all die Veränderung die ich schon wahrnehmen darf. Durch ihn kam alles ins Rollen, denn durch ihn kamen meine Mama und ich an einen Punkt wo die Verzweiflung, Traurigkeit und das Unverständnis uns an Grenzen brachte, die anfangs nicht bewältigbar erschienen.

Lieber Papa du brachtest mich in Verzweiflung, Wut und Unbeholfenheit. Aber nur weil ich damals in diesem tiefen Tal angelangt war, konnte ich all die Berge erklimmen. All diese Worte sind keine Vorwürfe, sie sollen nur jedem Mut machen, dass alles möglich ist. Ich bin der Überzeugung, dass wir uns vor der Geburt mit all unseren Wegbegleitern schon ausmachten, welche Themen unser Leben so haben kann. Auch wenn es manchmal nicht zu verstehen ist warum Menschen so sind wie sie sind, im Endeffekt sind es diejenigen Personen, die uns am meisten in unserer Entwicklung weiterbringen.
Mein Papa ist einer derjenigen, deshalb liebe ich ihn heute auch so sehr. Denn das was er unbewusst für mich getan hat, ist der größte Liebesbeweis den man erbringen kann.

Versuche auch du die Herausforderung die du mit anderen Personen, vielleicht auch im engsten Familienkreis hast, mit den Augen der Liebe zu sehen. Niemand wird als "Monster" geboren und jeder von uns hat seine eigene Geschichte erlebt. Keiner kennt die wahre Geschichte des anderen und doch denken wir so oft wir wüssten es besser.

Beginne Schritt für Schritt sie als Kind zu sehen und vielleicht schaffst du es dann auch, von Herzen zu verzeihen. Die innere Wut auf andere, all der Groll frisst dich nur selber auf und den anderen berührt es vielleicht gar nicht. Ich weiß, es ist nicht immer leicht, das kenne ich aus eigener Erfahrung. Aber wenn man es dann schafft von Herzen zu vergeben, wird manches so viel leichter und die Freude erfüllt deinen ganzen Körper. Es geht nicht darum etwas gut zu heißen, wir brauchen uns mit denjenigen auch nicht abgeben. Groll, Wut und Hass sind oft Auslöser für so manch eine Krankheit und jeder von uns hat es sich verdient gesund zu sein.

ÜBUNG: Stelle dich und die andere Person in einen Lichtkreis. Stell dir die andere Person als Kind vor. Dann lässt du aus deinem Herzen reine Liebe in das Herz der anderen Person fließen. Wenn du dann soweit bist, sag ihr auf deine Art und Weise deine Worte der Vergebung. Bitte sie jedoch auch dir zu vergeben, denn es sind auch immer Teile von einem selbst dabei. Wenn sich dein Herz dann warm und gut anfühlt verabschiedest du dich und gehst deinen Weg in Liebe weiter.

 

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    sonja.palzenberger@aon.at (Sonntag, 31 Dezember 2017 09:08)

    ...... wenn du wüsstest, wie gut uns deine Worte tun......
    Vielen Dank, liebe Lisi�
    Gottes Segen sei mit dir