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Mütter sind nicht perfekt

Ich habe diesen Blog schon vor einiger Zeit geschrieben aber noch nicht online gestellt. Nun hat Anja von @gaensebluemchensonnenschein.com so einen genialen Blogbeitrag geschrieben, und gemeinsam mit Judith von @stadtmama.at zu einer Blogparade aufgerufen, da dachte ich mir jetzt ist die Zeit gekommen....

 

Meine Kinder sind mittlerweile schon 6 und 8 Jahre und ich kann wie jede Mama sagen, dass ich sie aus tiefsten Herzen liebe. Diese Liebe ist so stark, das mir oft vorkommt, es sprengt mir mein Herz.


Trotzdem gibt es auch bei mir die Momente, wo sie mich herausfordern und ich an Grenzen gelange, die ich vorher nicht kannte. Dies ist dann meistens genau zu den Zeiten, wo ich ohnehin schon mit mir zu tun habe. Sei es, weil ich wie gerade in den letzten Wochen mal wieder in einem Hamsterrad laufe - einfach nur funktioniere oder mich der Alltag ganz einfach fordert. Als Mama sind wir halt auch wirklich dauergefordert. Doch gerade dann, wenn wir uns selbst oder auch von der Außenwelt so gefordert werden, ist es noch wichtiger sich Auszeiten zu nehmen.

Zu schauen, wo kann ich etwas verändern, was stresst mich denn so?
Mich stresst immer wieder mein Perfektionismus, ich liebe es, wenn Ordnung in meinem Haus ist und alles gut organisiert ist. Doch ich habe vor einiger Zeit begonnen, diesen Schritt für Schritt etwas abzulegen. Ganz ist es mir noch nicht gelungen, aber ich denke alleine das "bewusst" machen - wo liegt der Hund begraben, hilft schon ein wenig heraus, um wieder mehr in die Gelassenheit und Leichtigkeit zu kommen.

 

Ich weiß das ist mit Kleinkindern nicht so einfach, aber trotzdem machbar. Überlege mal was dir gut tut, und was dich zur Ruhe bringt? Es geht ja nicht darum stundenlang etwas zu unternehmen, es reicht manchmal ja schon eine halbe Stunde am Tag. Ich habe auch damit angefangen meinen Kindern zu sagen, ich brauche jetzt mal 10 min. für mich - Kinder können das lernen. Wir dürfen uns das gönnen, wir sind 24 Stunden am Tag "Mama". Und eines ist ganz klar, du darfst sehr stolz auf dich sein, wie du das alles schaffst.
Das Wichtigste ist, das du dich immer wieder bewusst mit deinen Kindern verbindest. Ich stelle mir hierfür eine goldene Schnur zwischen meinem Herzen und die meines Kindes vor, so habe ich immer ein gutes Gefühl und Vertrauen, auch wenn wir gerade nicht zusammen sind.

 

Wenn ich mal wirklich laut mit Ihnen werde und aus dem Schimpfen nicht mehr rauskomme, hilft es mir, wenn ich tief durchatme, wieder zu mir komme und sie dann ganz fest in den Arm nehme und aus meinem Herzen in ihr Herzen Liebe fließen lasse.
Ich habe auch mittlerweile kein schlechtes Gewissen mehr, wenn ich mal schimpfe. Das hatte ich früher, vor allem dann wenn

diese "super" Mamas, bei denen alles immer gut läuft wieder mal von ihrem tollen, perfekten Leben erzählten. Also wirklich, wem möchten die was vormachen? Ich bin der Überzeugung, dass es in jeder Familie Situationen gibt, wo man an Grenzen gelangt. Seid ehrlich und steht zu dem, was ist, deswegen bist du keine "schlechte" Mama. Jede Mama versucht, das bestmöglichste für Ihr Kind zu geben.

 

Wenn wir authentisch sind, geben wir das auch unseren Kindern weiter und das sind Geschenke, die sie dann ihr Leben lang mit sich mittragen.

Unsere Kinder sind so große Geschenke an uns, sie sind oft unsere größten Lehrmeister und wir dürfen sie ein Stück ihres Weges begleiten. Diese Zeit des "Begleitens" ist so kurz, deswegen nutze sie und werde mit ihnen wieder selbst zum Kind.

 

@gaensebluemchensonnenschein.com

@stadtmama.at

#nomuttiisperfekt

 

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